Viele Geheimnisse und Gerüchte drehen sich rund um das Thema Kaffee kochen, denn vielen Liebhaber sind auf der Suche nach dem perfekten Kaffee. Auch wenn die Geschmäcker verschieden sind – und die Einen einen Espresso oder Kaffee Americano bevorzugen, während wieder Andere zum klassischen Filterkaffee greifen – so gibt es doch einige Grundlagen, die helfen aus jeder Tasse Kaffee das Beste herauszuholen.

Die 5 M zum Kaffee kochen

Mischung – Miscela

“Die Mischung macht’s” – das gilt bei gutem Kaffee ganz besonders. Wer Kaffee kochen zu Hobby oder neuer Leidenschaft machen möchte, der sollte auf jeden Fall einen genauen Blick auf die Auswahl des Rohkaffees legen. Vor allem das Anbaugebiet und der Röstgrad können interessante Faktoren sein, die den Kaffeegenuss am Ende beeinflussen. Für besonders interessierte Leser kann es spannend sein, genau zu verfolgen, wie der eigene Kaffee in Äthiopien, Brasilien oder Guatemala angebaut und abgebaut wird. Ganz grundsätzlich wird zwischen Arabica Bohnen (die in der Regel aromatisch und mild schmecken) und Robusta Bohnen (mit einem eher erdigen und bitteren Geschmack) unterschieden, die in unterschiedlichen Verhältnissen miteinander vermischt werden können. Man sollte darauf achten, dass der Kaffee erst nach dem Rösten gemischt wird, da so beim Röstvorgang auf Besonderheiten der einzelnen Bohnensorten eingegangen werden kann. Doch ganz egal wie gemischt wird – hohe Qualitätsstandards sollten immer beachtet werden und auch das Thema Nachhaltigkeit kann hier eine große Rolle spielen (Weitere Kaffee-Rezepte).

Mahlgrad – Macinadosatore

Der Mahlgrad der Kaffeebohnen entscheidet, wie und mit welcher Geschwindigkeit die Aromen des Kaffees freigesetzt werden. Je feiner der Kaffee gemahlen wird, desto schneller wird das Aroma beim Aufguss mit Wasser frei. Fein gemahlenen Kaffee braucht man daher nur kurz aufbrühen. Ist der Kaffee grobkörniger gemahlen, so muss er länger im Wasser verweilen und aufgebrüht werden, bis sein volles Aroma spür- und schmeckbar wird. Eine professionelle Kaffeemühle hilft beim Kaffee kochen ungemein, da sie die Kaffeebohnen langsam und gleichmäßig mahlt ohne zu viel Wärme zu erzeugen, welche dazu führen kann, dass die wichtigen ätherischen Öle sonst oxidieren. Für den Alltagsgebrauch sind vor allem vier unterschiedliche Mahlgrade relevant:

  1. French Press – Grob gemahlen
  2. Filterkaffee – Mittel gemahlen
  3. Espresso(-maschine) – Fein gemahlen
  4. Arabischer/Türkischer Kaffee – Sehr fein gemahlen 

 

Maschine – Macchina Espresso

Die Wahl der richtigen Maschine zum Kaffee kochen kann so umfangreich sein wie die Wahl des richtigen Kaffees an sich. Ganz egal of Kaffeevollautomat, French Press, Siebträger, Chemex, AeroPress oder die klassische Filterkaffeemaschine – es gibt kaum Grenzen bei der Zubereitung des Kaffees. Jede Maschine hat seine Vor- und Nachteile, sowie spezifische Eigenheiten beim Kaffeekochen. Ein Thema, dass jedoch bei allen Maschinen nicht zu kurz kommen sollte ist die Hygiene. Eine regelmäßige Wartung und ggf. die Inanspruchnahme von Serviceleistungen bei Vollautomaten sollte daher auf jeden Fall stattfinden, damit man möglichst lange etwas von seinem Kaffeezubehör hat.

Menge – Manutenzione

Ganz unabhängig vom Mahlgrad wird in der Regel eine Menge von ca. 7g für den Standard-Kaffee empfohlen. Wer noch nicht seine individuelle Menge gefunden hat, der kann auch mal mit ein paar Gramm mehr oder weniger experimentieren, um den eigenen perfekten Kaffee zu finden. Bei einem guten Espresso kommen ca. 25 ml Wasser dazu, um einen wohlschmeckenden Espresso zuzubereiten. Mit mehr Wasser im Anschluss kann so schnell auch ein Kaffee Americano hergestellt werden. Bei Filterkaffee werden ca. 6g auf 100 ml Wasser empfohlen bei mittlerem Mahlgrad. Hier noch eine Info, die auf den ersten Blick vielleicht unerwartet scheint: Ein Filterkaffee enthält in der Regel doppelt so viel Koffein wie ein Espresso.

Mensch – Mano dell’operatore

Nicht zuletzt ist der Mensch das letzte M in dieser Reihe, da er derjenige ist, des den gesamten Prozess des Kaffee kochen begleitet und steuert. Ein erfahrener Barista hat alle vier Ms im Griff und weiß, wie Veränderungen bei einem Punkt sich auf die anderen Punkte und das endgültige Geschmackserlebnis auswirkt. Der Mensch führt alle Faktoren zusammen und kann damit auch auf individuelle Wünsche der Kunden eingehen. Wenn auch Sie sich weiterbilden wollen, dann besuchen Sie gerne einen unserer Workshops, um noch tiefer in die Kaffeewelt einzutauchen. 

Kaffee kochen gehört für viele zum Alltag dazu und wer die fünf Ms im Hinterkopf behält, der kann sich schon bald die Qualität aus dem Kaffeehaus nach Hause holen. Dann fehlen nur noch das Wissen, was Koffein und Kaffee mit unserem Körper machen, um das Gesamtpaket abzurunden. 

Expertentipp zum Kaffee kochen: Der perfekte Milchschaum 

Was die Bierkrone auf dem Feierabendbier ist, ist der Milchschaum auf dem Kaffee am Morgen. Zwar glauben manche, dass der perfekte Milchschaum dem Zufall überlassen ist, doch ein paar Tricks und Handgriffe können helfen, die schaumige Krone auf dem Lieblingskaffee noch etwas länger am Leben zu halten. Grundsätzlich gilt: Je höher der Eiweißgehalt in der Milch, desto länger und besser hält der Milchschaum. Wenn Sie am liebsten frische Milch verwenden, dann sollte diese am besten aus der Kühlung kommen und direkt nach dem Öffnen zum Kaffee kochen verwendet werden. Übrigens: Auch laktosefreie Milch und Soja- oder Mandelmilch können tollen Milchschaum zaubern. Nach der Auswahl der richtigen Milch gilt beim Herstellen von Milchschaum vor allem der Grundsatz, dass die Milch ausreichend Sauerstoff braucht, um schön sämig und schaumig zu werden. Wer keine professionelle Barista-Ausstattung Zuhause hat, kann auch manuell Milchschaum herstellen. Das geht zum Beispiel mit Hilfe einer French Press (wobei die Milch dort durch das Sieb gedrückt wird und daher schaumig wird), mit einem elektrischen oder batteriebetriebenen Milchaufschäumer oder ganz klassisch von Hand mit Schüssel und Schneebesen. 

Auf chemischer Ebene gibt es vier zentrale Bestandteile beim Kaffee, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschmack haben: Säuren, Zucker, Salze und komplexe Kohlenhydrate und Fette.

Die Wissenschaft des Kaffee kochen

Zum Ende dieses Artikels in unserem Magazin möchten wir Ihnen noch kurz einen wissenschaftlichen Einblick in die Welt des Kaffee geben. Auf chemischer Ebene gibt es vier zentrale Bestandteile beim Kaffee, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschmack haben: Säuren, Zucker, Salze und komplexe Kohlenhydrate und Fette. Der Speciality Coffee Association of America (SCAA) nach extrahiert Kaffee in der Reihenfolge: Salze, Säuren, Zucker, und zuletzt komplexe Kohlenhydrate. Weitere Einblicke aus der Wissenschaft, zum Beispiel zur Frage ob Kaffee kochen und trinken gesund ist, gibt es bei uns im Magazin. Wer in München und Umgebung ist, kann sich außerdem im Deutschen Museum eine spannende Ausstellung rund um das Thema Kaffee kochen anschauen.

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