Der Espressokocher – auch bekannt als Espressokanne, Bialetti, Mokkakanne oder Caffettiera – ist ein echter Klassiker in der Kaffeezubereitung. In seinem Herkunftsland Italien ist er in den meisten Küchen vorzufinden, und auch bei uns ist die silberne Herdkanne vielerorts fester Bestandteil der Morgenroutine. Doch wie bereitet man mit ihr den besten Kaffee zu? Wir erklären dir, wie es funktioniert. 

Eine Sache vorab: Die Bezeichnung “Espressokocher” täuscht. Echter Espresso lässt sich damit nicht herstellen, da dieser für die typische Crema einen sehr hohen Druck – nämlich ca. 9 bar – benötigt. Im Espressokocher entsteht hingegen ein Druck von höchstens 2 bar. Trotzdem ist er eine gute und vor allem günstige Alternative zu teuren Siebträgermaschinen. Richtig angewendet lässt sich mit ihm nahezu im Handumdrehen ein köstlicher Kaffee zubereiten.  

Der Aufbau des Espressokochers

Der Espressokocher ist dreiteilig. Er besteht aus einem Wasserkessel mit Sicherheitsventil, einem Trichtereinsatz mit Steigrohr, in den gemahlene Kaffeebohnen gefüllt werden, und einem Kannen-Oberteil, das ebenfalls ein Steigrohr hat. Durch das Wasser, das im Wasserkessel erhitzt wird, entsteht Dampf und Überdruck. Dadurch gelangt das Wasser durch das Steigrohr hinauf zum Kaffeemehl im Trichtereinsatz.

Anschließend strömt der Kaffee in den oberen Teil der Kanne, läuft durch das Steigrohr und tröpfelt dann langsam in die Kanne. Nachdem der Kaffee das Steigrohr passiert hat, solltest du den Espressokocher sofort von der Herdplatte nehmen, da ansonsten zusätzlicher Wasserdampf durch das Kaffeemehl gepresst wird. Die Folge: Bitterstoffe lösen sich.   

Tipps und Tricks für einen köstlichen Bialetti-Kaffee

Für den optimalen Kaffeegenuss solltest du immer vorgewärmtes oder heißes Wasser verwenden. Dadurch muss sich der Bialetti (und natürlich auch jeder Espressokocher einer anderen Firma) nicht so stark erhitzen, wodurch auch das Kaffeepulver weniger heiß wird, bevor die eigentliche Kaffee-Extraktion beginnt. Der Kaffee erhält so einen aromatischeren Geschmack und ist weniger bitter. Die Herdplatte solltest du auf mittlerer Hitze anstellen. Achte darauf, dass die Gummidichtung des Espressokochers frei von Kaffeemehl ist, damit sie richtig schließt. Fülle das vorgeheizte Wasser bis kurz unter das Sicherheitsventil in den Wasserbehälter.

Frisch gemahlener Kaffee für den richtigen Genuss

Achte darauf, dass die Kaffeebohnen für den Espressokocher etwas gröber als für die Espressomaschine gemahlen sind. Der perfekte Mahlgrad liegt in etwa zwischen dem für Espresso und dem für Handfilterkaffee. Idealerweise nutzt du zum Mahlen eine Kaffeemühle mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk. Beim Befüllen des Trichtereinsatz solltest du darauf achten, dass du ihn immer bis zum Rand mit Kaffeemehl füllst – nicht mehr und nicht weniger. Ist dein Espressokocher beispielsweise für 4 Tassen geeignet, solltest du auch stets so viele Tassen damit zubereiten.

Verwende stets frisch gemahlenen Kaffee, da ansonsten sehr schnell Aroma verloren geht.

Den Deckel des Espressokochers geöffnet lassen

Während der Espressokocher auf dem eingeschalteten Herd steht, ist es sinnvoll, den Deckel der Kanne offen zu lassen. So hast du mehr Kontrolle über die Kaffee-Extraktion. Wenn die Kanne ungefähr zur Hälfte gefüllt ist, ist es an der Zeit, den Espressokocher von der Herdplatte zu nehmen. Ansonsten verbrennt der Kaffee; außerdem kann der kondensierte Wasserdampf so nicht zurück in die Kanne laufen, was sich positiv auf das Kaffeearoma auswirkt. 

Nachdem du den Bialetti vom Herd genommen hast, brichst du den Brühvorgang am besten ab, indem du das Unterteil der Herdkanne unter kaltes Wasser hälst. Alternativ kannst du es auch in ein kaltes, feuchtes Tuch einwickeln. Durch den Temperaturabfall kondensiert der Dampf und der Druck sinkt. Die Kaffee-Extraktion ist nun vollständig beendet, und es werden keine weiteren Bitterstoffe gelöst. Das Geschmackserlebnis wird dadurch noch besser. Bevor du den Kaffee trinkst, ist es ratsam, ihn noch 2-3 Minuten in der Tasse abkühlen zu lassen.

So reinigst du deinen Espressokocher

Bevor du den Espressokocher reinigst, sollte die Herdkanne gut abgekühlt sein. Zunächst entfernst du den Kaffeesatz aus dem Trichtereinsatz. Anschließend reinigst du die Filterplatte mit dem Metallsieb mit warmen Wasser und spülst den Wasserkessel und den oberen Teil der Kanne gut durch. Verzichte auf Seife und sonstige Spülmittel, der Geschmack von künftig gebrühten Kaffee könnte sonst negativ beeinflusst werden.  Bevor du den Espressokocher wieder verstaust, sollte er trocken sein. Achte zudem darauf, dass die Kanne nicht fest zusammengeschraubt gelagert wird, weil ansonsten die Gummidichtung rissig wird.

Hier eine Liste unserer beliebtesten Röstungen

4 thoughts on “Mit dem Espressokocher – perfekter Kaffee im Handumdrehen

  1. Bortoli sagt:

    Gute Tipps
    In Italien wurde mit der Bialetti getestet welcher Espresso am besten schmeckt. Der Gewinner war lavazza qualitá rossa

    1. Hubertus Porschen sagt:

      Danke für den Hinweis. Probier doch gerne mal unsere Espressi: https://kaffeeroester.de/product-category/kaffee-online-kaufen/espresso/.
      Hier haben wir auch ein Probierpaket: https://kaffeeroester.de/produkt/espresso-bundle/

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