Ein guter Kaffee ist eine Kunst für sich – keine Frage. Welcher Kaffee am besten ist, ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wie man Kaffee richtig kocht ist jedoch ein Handwerk, das erlernt werden kann. In unserem Magazin geben wir viele hilfreiche Tipps und Tricks rund um das Thema “Kaffee kochen”. Mit der nachfolgenden kleinen Reihe möchten wir nun noch etwas mehr in’s Detail gehen. Im ersten Teil widmen wir uns der Frage, wie Kaffee lagern gelingt. Es folgen Artikel zum Mahlen von Kaffee, zu verschiedenen Zubereitungsarten und vieles mehr.

Der beste Ort zum Kaffee lagern

Wer seinen Espresso am Morgen oder den Kaffeeklatsch mit Freunden und Familie liebt, der möchte sich den Geschmack nicht durch schlechte oder falsche Lagerung zunichte machen. 

Dunkel, Trocken, Kalt und Luftdicht

.. so mag es der Kaffee am liebsten beim lagern.

Kaffee lagern

Licht und Helligkeit können bei Kaffeebohnen ihr Aroma zerstören. So sehr es der Kaffeebohne bei ihrem Anbau auch gefällt in der heißen Sonne zu reifen und abgebaut zu werden, so schädlich ist direkte Lichteinstrahlung doch bei der Aufbewahrung. Am besten lagern Sie Ihren Kaffee daher in lichtundurchlässigen Behältern. Wichtig ist es außerdem, dass es in diesen Behältern trocken ist, denn Kaffeebohnen bzw. Kaffeepulver sollte erst mit Feuchtigkeit und Wasser in Kontakt kommen, wenn sie aufgebrüht werden. Wasser und Feuchtigkeit lösen den schönen Geschmack aus dem Kaffee – und das wollen Sie ganz sicher nicht, bevor der Kaffee nicht auch in Ihrer Kaffeetasse ist. Ein weiteres Erfolgskriterium ist Kälte. Hier gilt dasselbe wie beim Thema Licht und Helligkeit: Während des Anbaus bzw. der Zubereitung gar kein Problem – bei der Lagerung sollte es jedoch vermieden werden. In eigenen vier Wänden bieten sich hier meist ein Vorratsraum an oder ein Küchenschrank.

Der letzte Punkt, um die Lagerbedingungen von Kaffee perfekt zu machen ist ein luftdichter Ort. In ganzen Kaffeebohnen hält sich das Aroma von Kaffee acht Wochen; bei gemahlenem Kaffee sogar nur vier Wochen. Experten empfehlen gemahlenen Kaffee innerhalb von zwei Wochen aufzubrauchen – was in der Kaffeenation Deutschland kein Problem sein sollte. Kaffee verliert seine Aromastoffe sehr schnell an der Luft, daher sollte sie bei der Lagerung möglichst vermieden werden.

Frisch gekaufter Kaffee ist am besten in der Originalverpackung zu verstauen. Und da es doppelt bekanntlich besser hält, schadet ein luftdichter Behälter als Absicherung oder bei angebrochenem Kaffee ebenfalls. Der beste Ort zum Kaffee lagern ist dunkel, trocken, kalt und luftdicht.

Kaffee lagern für Profis

Neben diesen Grundlagen gibt es noch einige etwas weniger bekannte Regeln, Tipps und Tricks, damit das Kaffee lagern gelingt. Einer davon ist es, Kaffee nicht umzufüllen. Ein häufig gemachter Fehler, der dazu führt, dass der Kaffeegenuss nicht perfekt ist, ist es, das Kaffeepulver von der Originalverpackung in einen anderen Behälter umzufüllen. Selbst wenn dieser dunkel, trocken, kalt und luftdicht ist, ist dieser Vorgang schlechter, als den Kaffee in seiner ursprünglichen Verpackung zu lassen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Wenn Kaffee mit Luft in Berührung kommt, findet ein sogenannter Oxidationsprozess statt. Was dieser Prozess bewirkt sehen Sie vor allem, wenn Sie Kaffee in Dosen umfüllen und etwas stehen lassen: Das Öl aus dem Kaffee setzt sich am Rand des Behälters ab und wird ranzig – und das wollen Sie ganz sicher vermeiden. Ungeöffnet hält sich Kaffee hingegen bis zu zwei Jahre. Das heißt nicht, dass Sie ihren neu gekauften Kaffee nicht öffnen und nur zur Ansicht im Regal stehen haben sollen, aber es soll Ihnen den Hinweis geben, dass Sie Kaffee auch nur dann öffnen sollten, wenn Sie ihn wirklich benutzen. Ein vorherigen Umfüllen sollte vermieden werden bei allen, die ihren Kaffee lagern wollen wie Profis. Ideale Aufbewahrungsgefäße nach dem Öffnen sind dann beispielsweise aus Glas, Stahl, Keramik oder Porzellan. Übrigens: Kaufen Sie Kaffee – wenn Sie die Wahl haben – lieber als ganze Bohne und nicht schon gemahlen. So haben Sie länger etwas vom Aroma und Geschmack.

Kaufen Sie am besten regelmäßig frische Kaffeebohnen. So brauchen Sie sich keine Sorgen machen, wie Sie größere Mengen lagern müssen - und können außerdem immer wieder neue Röstungen und Produkte ausprobieren.

Kaffee lagern im Kühlschrank – Mythos oder Expertentipp?

Auf vielen Onlineplattformen ist der heiße Tipp zu finden, Kaffee ganz einfach im Kühlschrank zu lagern. Schließlich ist es dort in der Regel dunkel, in einer Verpackung auch luftdicht und ganz sicher kalt. Das größte Argument gegen eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist jedoch die Feuchtigkeit, denn in einem Kühlschrank ist es nie wirklich trocken. Die feuchte Umgebung sorgt dafür, dass Aromastoffe schnell verblassen und der Kaffee eintönig schmeckt. 

Noch schlimmer für Kaffeeexperten ist jedoch die Verfälschung des Aromas durch naheliegende Lebensmittel, denn wenn der Kaffee direkt neben dem Käse oder der großen Zwiebel liegt, dann werden andere Geruchsstoffe schnell aufgenommen. Und einen Käse-Zwiebel-Kaffee wollen Sie vermutlich wirklich nicht. Selbst wenn Sie es experimentierfreudig mögen, empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle doch eher geschmackvolle und stilvolle Alternativen. Eine tatsächliche Alternative zum Lagern kann jedoch das Gefrierfach sein, denn die Luftfeuchtigkeit ist nur sehr gering. Wichtig ist hier, dass Sie auf keinen Fall bereits gemahlene Bohnen – also Kaffeepulver – einfrieren, sondern immer nur ganze Kaffeebohnen. Achten Sie darauf, dass Sie die eingefrorenen Bohnen so portionieren, dass Sie diese nicht ständig wieder auftauen und einfrieren müssen – denn ein mehrfacher starker Temperaturwechsel ist selbst für die robustesten Bohnen nicht gut. Kaffee lagern in der Kälte ist also durchaus eine Überlegung wert – der Kühlschrank ist jedoch eher Mythos als Expertentipp.

Kaffee lagern für die Ewigkeit

Eine letzte Frage zum Thema Kaffee lagern möchten wir hier noch aufgreifen: Kann Kaffee schlecht werden? Ganz grundsätzlich gilt: Nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) beim Kaffee lagern abgelaufen ist, muss der Kaffee noch nicht direkt in den Müll. Als erstes empfiehlt sich eine Geruchsprobe, denn wenn das Pulver oder die Bohnen unangenehm oder schlecht riechen, oder sich Klumpen bilden, dann lautet die Endstation tatsächlich Mülleimer. Sollte dies nicht der Fall sein, dann kann es maximal vorkommen, dass der Kaffee seine einzigartigen Aromen und seine Geschmacksstärke verliert. Vertrauen Sie hier am besten Ihrem Geschmacks- und Geruchssinn. Ihr eigener Anspruch mag dann dafür sorgen, dass Sie (und viele andere) einen solchen Kaffee nicht mehr trinken oder genießen würden, schlecht ist er damit aber noch lange nicht. Das MHD besagt lediglich, dass es bis zu diesem Zeitpunkt keine signifikanten Einbußen beim Geschmack- und der Qualität gibt. Wir empfehlen dennoch, dass Sie Ihren Kaffee zeitnah nach dem Kauf bzw. Mahlen zubereiten und trinken, denn dann ist er am besten!

Nachdem Sie nun wissen, wie Sie Ihren Kaffee richtig lagern, bleibt nur noch eine Frage offen: Welchen Kaffee lagern Sie als nächstes bei sich? Eine breite Auswahl aus nachhaltigem Anbau finden Sie hier bei uns im Shop oder natürlich vor Ort in der Kaffeerösterei in Köln.

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