SCHAMONG FAQ

Kaffee wird in über 80 Ländern der Welt im sogenannten “Kaffeegürtel” rund um den Äquator angebaut, denn zwischen dem 23. Breitengrad nördlich und dem 25. Breitengrad südlicher Breite herrschen ideale Anbaubedingungen. Kaffeepflanzen sind sehr empfindlich, daher wirken sich unterschiedlichen Bodengegebenheiten, Sonnen- und Niederschlagsmengen, die Vielfalt an angebauten Varietäten und das Pflanzenwachstum in der Umgebung stark auf den Geschmack des Kaffees aus. Die Kaffeeernte ist aufwendig und hat häufig eine lange Tradition in den jeweiligen Anbaugebieten. Grundsätzlich hat jedes Terroir (Anbaugebiet) einen charakteristischen Geschmack. Mehr Hintergrund zu den größten Anbaugebieten, ihren Besonderheiten und der Frage, wie all das den Geschmack der Tasse Kaffee am Morgen beeinflusst, gibt es hier.

Bei der Ernte der Kaffeebohnen – oder besser gesagt der Kaffeekirschen – gibt es zwei zentrale Methoden: Das Picking und das Stripping. Ersteres bezeichnet das Pflücken von Hand, letzteres das maschinelle Abstreifen der Kirschen vom Zweig. Hier kommen Maschinen mit rotierenden Bürsten zum Einsatz. Welche Methode gewählt wird ist unter anderem abhängig von der Größe des Anbaugebiets, der angebauten Kaffeesorte und der Lage. Aus beiden Methoden kann man hervorragenden Kaffee gewinnen – entgegen der gängigen Marketingaussagen, dass nur von Hand geernteter Kaffee wirkliche Qualität garantieren kann. Bei beiden Methoden gilt: Möglichst nur reife Kirschen, die in der Regel dunkelrot sind, sollten geerntet werden, damit der Kaffee am Ende seinen vollen Geschmack ausbreiten kann.

Die Art der Kaffeeröstung kann einen großen Einfluss auf das spätere Aroma des Kaffees haben. Vor allem Höchsttemperaturen und Hitzekurve, sowie die grundlegende Unterscheidung des Röstgrads in hell und dunkel bestimmen das individuelle Geschmacksprofil. “Hell gerösteter Kaffee ist milder im Geschmack, dunkel gerösteter deutlich kräftiger”, heißt es auf der Website des deutschen Kaffeeverbandes. Am besten können hochwertige Bohnen ihren Geschmack entfalten, wenn sie zeitnah nach der Röstung gemahlen und zubereitet werden. Im Gegensatz zu den meisten industriellen Großröstereien, rösten wir bei Schamong den Kaffee anhand des traditionellen Trommelrösters im sogenannten Langzeitverfahren. Hier sind Erfahrung, Expertisel und Leidenschaft gefragt. 

Eine Vielzahl von Faktoren hat einen Einfluss auf den Geschmack der finalen Tasse Kaffee. Ganzheitlich betrachtet nehmen wir beim Kaffee die beiden Komponenten “Geschmack” und “Aroma” wahr. Das „Flavour-Wheel“ der SCA (Specialty Coffee Association) hilft bei der Einordnung und Klassifizierung. Das Ziel ist es immer, eine möglichst gute Balance aus Süße, Säure und Bitterkeit zu schaffen. Beeinflussen kann man das Endergebnis durch verschiedene Parameter – u.a. mit der Pulvermenge, der Menge an Wasser, der Brühtemperatur und dem Mahlgrad. Geeignetes Mahlgut und eine sorgfältige Puckvorbereitung runden das Portfolio ab. Welche Stellschrauben man bei all diesen Dingen drehen kann, um einen ausgewogenen Geschmack zu bekommen, erfahren Sie bei uns im Magazin.

French Press, Chemex, Handfilter oder doch der Vollautomat? Bei der Zubereitung von Kaffee gibt es heutzutage eine Vielzahl an unterschiedlichen Methoden. Sie alle verfolgen dasselbe Ziel: Die perfekte Tasse Kaffee. Selbstverständlich ist Geschmack von Kaffee immer sehr subjektiv und jeder hat seine eigenen Vorlieben. Dennoch gibt es einige allgemeingültige Hinweise, Tipps und Tricks, wie man aus jeder Zubereitungsart das beste herausholt. Wenn Sie schon immer wissen wollen, wie sich das Aroma im Kaffee eigentlich entfaltet und mit welcher Brüh- und Filtermethode Sie welche Kaffee im Siebträger, der AeroPress oder der klassischen Filtermaschine am besten zubereiten, dann ist dieser Artikel für Sie.

Sie sind von vielen Kaffeeverpackungen heute kaum noch wegzudenken: Siegel und Logos, die Nachhaltigkeit und Fairness garantieren. Fairtrade, UTZ oder Bio – hinter jedem Siegel stehen andere Voraussetzungen und Schwerpunkte. Es geht um fairen Lohn, nachhaltige Anbaumethoden, Arbeitszeitregelungen, ein Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit oder um Exportkontrollen. Immer häufiger stehen diese Zertifizierungen, allen voran Fairtrade, jedoch in der Kritik, da Prozesse intransparent sind, die Qualität leidet und Freiheiten von Farmern durch sogenannte Combos untergraben werden. Was sich dahinter verbirgt, wie “fair” fairer Kaffee wirklich ist und worauf wir bei unserem Kaffee wert legen, erfahren Sie hier bei uns im Magazin.

Eine Tasse Kaffee zum Start in den Tag ist bei vielen kaum noch aus der Morgenroutine wegzudenken. Kein Wunder, denn Kaffee – oder besser gesagt Koffein – hat eine aufmunternde und wachmachende Wirkung. Doch auch entkoffeinierter Kaffee bekommt zunehmend Zuspruch bei all denjenigen, die nicht auf den Geschmack von gutem Kaffee verzichten möchten, aber nicht immer die aufputschende Wirkungen mitnehmen wollen. Um ohne den Verlust von Aroma das Koffein aus der Kaffeebohne extrahieren zu können, gibt es verschiedene chemische und nicht-chemische Verfahren – die sich in Zeitaufwand, Kosten und Geschmack unterscheiden. Allen gemein sind die drei Schritte der Entkoffeinierung: Dämpfen, Entkoffeinieren mit Hilfe eines Lösungsmittels und Trocknen. Wie genau das geht und wie man einen entkoffeinierten Kaffee schafft, der geschmacklich nicht mehr von einem “normalen” Kaffee zu unterscheiden ist, erfahren Sie hier im Magazin.

Filterkaffee besteht zu fast 99% daraus, Espresso immerhin zu fast 90%: Wasser. Es liegt daher nahe, dass die Qualität und Zusammensetzung des Wassers einen entscheidenden Einfluss auf die Aromen und Geschmacksprofile der finalen Tasse Kaffee hat. Die Kunst ist es, die richtige Balance zwischen zu weichem und zu hartem Wasser – gemessen in Grad deutscher Härte – zu finden. Zur Aufbereitung des eigenen Wassers Zuhause gibt es zum Einstieg Tischfilter, für die Fortgeschrittenen Wasserkartuschen direkt am Wasseranschluss und nicht zuletzt Osmoseanlagen, in denen das Wasser komplett destilliert und neu angereichert wird. Alle Methoden haben das Ziel, den gewünschten Härtegrad und ggf. die gewünschte Wassermischung zu erreichen. Wie die Chemie des Wassers funktioniert, welche Rolle destilliertes Wasser spielt und wie man die eigene Wasserqualität steigern kann, erfahren Sie bei uns im Magazin.